Neue Technologien im ERP-Umfeld

ERP-Systeme sind die Herzstücke der Unterrnehmens-IT. Die meisten Prozesse laufen hierüber und alle einzelnen Objekte werden hierin verwaltet.

Durch die Digitalisierung entstehen im Umfeld von ERP-Systemen laufend neue Technologien, die an bestehende Installationen andocken oder sogar eingreifen.

Wir bei Project Partners verstehen es als unsere Aufgabe, uns mit diesen neuen Technologien ständig auseinanderzusetzen, um Sie umfassend beraten zu können. Wie funktioniert eine solche Technologie, was kann sie leisten, wo macht deren Einsatz für Sie Sinn und wo nicht.

Wir sagen Ihnen auch, was Sie nicht brauchen

Was kann die Blockchain?

Kaum eine andere Internet-Technologie wird derzeit so intensiv diskutiert wie Blockchain. In nahezu allen großen Unternehmen und Organisationen laufen Initiativen, um die Technologie zu verstehen oder bereits zu nutzen. Im Kern geht es dabei darum, daß die Blockchain über technologische Algorithmen die Unfälschbarkeit ihrer Inhalte gewährleistet. Dadurch konnten Kryptowährungen und diverse Anwendungsfälle, bei denen die Fälschungssicherheit einer Urkunde essentiell ist, entstehen.

Die Blockchain-Technologie verspricht dabei die fundamentalen Nachteile von zentral kontrollierten Strukturen aufzulösen und völlig neue Möglichkeiten in der kooperativen Digitalisierung zu schaffen.

Kooperative Marktstrukturen funktionieren dann, wenn kein Einzelteilnehmer das System kontrollieren kann bzw. wenn alle Teilnehmer gleichberechtigt sind. Die Blockchain bildet hierfür die technologische Grundlage. 

Wie groß das Potential diese Technologie ist, zeigt eine Studie des Weltwirtschaftsforums. Die Studie sagt voraus, dass bis 2027 rund 10% des globalen BIP über Blockchain Technologie abgewickelt werden. In 2020 hätte dies einer Marktkapitalisierung von ca. 8.5 Billionen Dollar entsprochen.

Welche Möglichkeiten es gibt, Blockchain Technologie bei Ihnen gewinnbringend einzusetzen und welche Voraussetzungen bspw. S/4HANA bereits heute liefert, erläutern wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

Was ist Robotic Process Automation (RPA)?

Unter Robotic Process Automation (RPA) versteht man die Automatisierung von strukturierten, regelbasierten Geschäftsprozessen durch digitale Softwareroboter (auch Bots genannt). Diese Softwareroboter sind in der Lage hoch repetitive Routineprozesse und manuelle Aufgaben zu bewältigen, die bis dato von Mitarbeitern durchgeführt werden mussten.  Das heißt konkret, dass die Softwareroboter Handlungen von Mitarbeitern, wie z.B. das Einloggen in verschiedene Systeme, das Übertragen von Daten aus System A in System B oder auch das Auslesen von Informationen aus Dokumenten übernehmen. Hierfür setzt RPA auf der bereits bestehenden IT-Infrastruktur auf, sodass eine aufwändige Integration und die Entwicklung von komplexen Schnittstellen entfallen.

Denkt man an die Abarbeitung von klar definierten Schritten auf dem User Interface, kann man RPA schnell mit der Funktionsweise von Makros in Verbindung bringen und sich gleichermaßen die Frage stellen, inwiefern sich RPA von diesen unterscheidet. Eine kurze Antwort darauf ist folgende: RPA-Bots können verallgemeinert als verbesserte Makros angesehen werden, die es im Gegensatz zu einfachen Makros erlauben, mit diversen unterschiedlichen Systemen zu interagieren, 24/7 völlig autonom zu handeln und dabei auch auf externe Stimuli, wie APIs zu reagieren. Mit anderen Worten: Ein RPA-Bot kann im Gegensatz zu Makros sogar entscheiden wann und zu welchem Zeitpunkt auf Basis definierter Regeln, welche Schrittabfolgen ausgeführt werden.

Vorteile von RPA

RPA verarbeitet strukturierte Daten auf Basis von linearen Regeln. Standardisierte Abläufe werden in der Software modelliert und dann durch den Roboter ausgeführt. Dabei können auch Ausnahmen definiert werden, die bei der RPA-Bearbeitung aussen vor bleiben. Das konkret führt dazu, daß man nicht an der Komplexität von Ausnahmen scheitert, man lässt diese Fälle weiterhin durch das bestehende Personal bearbeiten und automatisiert lediglich die Standardvorgänge.

Das hat diverse Vorteile:

  • Schnelle Time-to-Market
  • Schnellere Ausführung der Tätigkeiten
  • 24/7 Bearbeitung der Tätigkeiten
  • Fehlerfreie Bearbeitung
  • Weniger Frustration durch Routinetätigkeiten

Wenn Sie nähere Informationen zu den Einsatzmöglichkeiten von RPA in Ihrem Unternehmen wünschen, dann sprechen Sie uns gerne an.

Process-Mining

ist eine Prozessmanagement-Technik, um Geschäftsprozesse auf Basis digitaler Spuren in IT-Systemen zu rekonstruieren und auszuwerten.

Was bedeutet das konkret? Die Idee dahinter ist, ein eindeutig identifizierbares Item (Bsp. ein konkreter Auftrag) bei seinem Prozessdurchlauf im System zu verfolgen und auszuwerten. Immer wenn ein Prozessschritt mit dem zu verfolgenden Item durchlaufen wird, werden Prozessschritt, Item, Zeit und u.U. User in einem Logfile protokolliert.

Auf Basis dieser Informationen kann anschliessend der Prozessdurchlauf im IST analysiert werden. Welche Schritte werden tatsächliche durchlaufen, gibt es unnötige Schleifen, wie groß sind Durchlauf- und Liegezeiten bei einzelnen Schritten. Anhand dieser Auswertungen können anschließend Rückschlüsse auf die Prozesseffizienz und mögliches Optimierungspotential gezogen werden.

Wenn Sie Fragen zu möglichen Anwendungsfällen in Ihrem Unternehmen oder den technologischen Optionen bei Ihrem ERP-System haben, sprechen Sie uns gerne an.